Sind unsere Journalisten noch „politisch korrekt“?

Ehlers_Politik_Journalismus_G20

Berichterstattung aus der Sicht eines Rhetoriktrainers  Eine öffentliche und vor allem politisch differenzierte Debatte zum Thema „linker Aktivismus“ ist allerspätestens seit den Ausschreitungen im Rahmen des G20-Gipfels in Hamburg unvermeidlich geworden. Damit solch eine Debatte korrekt geführt werden kann, ist es aus kommunikativer Sichte allerdings notwendig, erst mal einen Schritt zurück zu gehen und sich mit dem allgemein vorherrschenden terminologischen Konsens zu befassen, der medial vorherrscht. Denn die Terminologie innerhalb der Medienberichterstattung, sei es Print, online oder im TV, determiniert den öffentlichen Diskurs wesentlich. Und wenn die politisch „unkorrekt“ ist, wird es die Debatte auch.

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Top 100 Erfolgstrainer

Das Magazin „Erfolg“ ermittelt jedes Jahr die besten Erfolgstrainer anhand ihrer öffentlichen und nicht öffentlichen Auftritte, der Anzahl der verfassten Bücher, ihrer Medienpräsenz und den Followerzahlen in den sozialen Medien. Aufgrund seiner langjährigen Expertise als Trainer wurde Michael Ehlers in diesem Jahr als einer der 100 besten Erfolgstrainer in Deutschland und Österreich ausgezeichnet.

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Martin Schulz – Der SPD-Star, dem das Strahlen fehlt

Anlässlich des Bundesparteitags der SPD vom 25. Juni verabschiedete Kanzlerkandidat Martin Schulz nicht nur das Pateiprogramm für die nächste Legislaturperiode, sondern ließ darüber hinaus in seiner Rede weder ein gutes Haar an der CDU/CSU noch an Kanzlerin Merkel persönlich. Aus rhetorischer Perspektive erscheinen Rede und Auftritt dafür umso durchwachsener.

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Statements zur Rhetorik von Verlierern zur Landtagswahl SH und NRW 2017

Um die „Verlierer-Rhetorik“ von Albig und Kraft zu analysieren, müssen wir uns mehrere Plattformen ansehen, auf denen die Spitzenkandidaten Wahlkampf betrieben haben.

Wirft man beispielsweise nochmal einen Rückblick auf die NDR Wahlarena, lässt sich faktisch vielleicht kein klarer Sieger festmachen, rhetorisch hingegen sehr wohl. Warum? Hier die wichtigsten Punkte:

  • Gleich bei der ersten Frage einer 16-jährigen Schülerin machte der amtierende Ministerpräsident Albig einen miserablen, rückgratlosen ersten Eindruck ganz im Sinne der stereotypen „Ich war´s nicht-Mentalität“ von Politikern: Er schiebt die Verantwortung für die unhaltbaren Zustände in Schulen wörtlich den Kommunen, der gesamten Gesellschaft und der vorausgegangenen Landesregierung bis 2012 in die Schuhe. Ein solches Verhalten hat dauerhafte Auswirkungen auf die unterbewusste Wahrnehmung der Bürger. Da Politikern, pauschal gesagt, ein schlechter Ruf vorauseilt, begegnen wir ihnen grundsätzlich erstmal mit Skepsis, wenn nicht sogar mit Misstrauen. Man könnte dieses Phänomen leider schon fast als eine Art gesellschaftliche Konditionierung bezeichnen, die es für Politiker im Wahlkampf zunächst einmal zu neutralisieren gilt. Albig macht genau das Gegenteil, indem er den Bürger in seiner Aversion gegen Politiker gleich zu Beginn bestätigt. Wir müssen uns als Analytiker klarmachen, dass tiefenpsychologischen Vorgänge eine größere Rolle in Wahlkämpfen einnehmen. In Deutschland scheint das noch nicht so angekommen zu sein, außer man redet über Propaganda Populismus. Dabei beginnt und endet jegliche Art von Kommunikation in unseren Köpfen!
  • Im Vergleich zu den Gewinnern viel langatmigere Formulierungen, Verschachtelungen und Nebensätze
Rhetorik Experte Michael Ehlers

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim Kandidatenduell im WDR war Hannelore Kraft ihrem Herausforderer Armin Laschet bei weitem unterlegen:

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