Das neue YouTube polarisiert! Hier die wichtigsten Änderungen.

Ab sofort können YouTube-User zu einem neuen Design wechseln. Bei einer Vielzahl der Nutzer ist „YouTube One Channel“ allerdings nicht sonderlich beliebt.

Der YouTube One Channel ist ab sofort für alle Nutzer des Videoportals der Google Inc. verfügbar. Ein Wechsel dürfte für Unternehmenskanäle genau der richtige Schritt sein, schließlich vermittelt das neue Design einen professionellen und ordentlichen Eindruck – ohne, dass man sich lange um einen passenden Hintergrund bemühen muss. Doch es gibt auch einen entscheidenden Nachteil.

Bei einem Wechsel zu dem neuen Layout kommt es vor allem zu folgenden (größeren) Änderungen:

1. Kanalbilder einheitlich auf allen Plattformen

Beispiel Samsung Header

Anstelle der bisherigen Hintergrundbilder wird nun auf einen Header gesetzt, wie ihn beispielsweise auch Facebook für seine Chroniken verwendet. Das besondere dabei: Je nachdem, von welcher Plattform aus der Kanal aufgerufen wird, wird der Banner automatisch zugeschnitten.

Für eine optimale Ansicht auf allen Geräten empfiehlt YouTube in seinen „Richtlinien für Kanalbilder“ ein einzelnes Bild mit 2560 x 1440 Pixeln. Dazu gibt es auch eine Vorlage, die man als Beispiel hernehmen kann.

2. Trailer für mögliche neue Abonnenten

Beispiel Samsung Trailer

Eine weitere Änderung gibt YouTubern die Chance, mögliche neuen Abonnenten mit einem Begrüßungsvideo auf dem eigenen Kanal zu empfangen. Dieser Trailer wird nur für diejenigen Personen abgespielt, die den Channel (noch) nicht abonniert haben. Dadurch hat man also die Gelegenheit, sich selbst bzw. sein Unternehmen und den jeweiligen Channel kurz vorzustellen – und vor allem, den Zuschauern einen guten Grund zum Abonnieren zu geben.

3. Anordnung der Videos selbst bestimmen

Beispiel Samsung Video Anordnung

Bisher standen alle Videos einspaltig untereinander. Jetzt kann jeder Nutzer selbst aus mehreren Layouts für Videos und Playlists auswählen und sie so auf seinem Channel anordnen, wie es ihm am besten gefällt. Eine Möglichkeit ist es zum Beispiel, mehrere Videos in einer Zeile anzeigen zu lassen – anhand einer Playlist, durch Standard-Funktion (neueste/beliebteste Clips) oder mittels Tags.

Durch die neue Möglichkeit, die Videos auf dem eigenen Kanal selbst anzuordnen, kann der Channel gut auf Publikum und Programmgestaltung abgestimmt werden.

4. Zusätzliche Inhalte rechts & links

Beispiel Samsung Spalten

Neben der breiten Mittelspalte, in der die eigenen Videos individuell angeordnet werden können, kommen noch zwei weitere Spalten hinzu: Eine auf der rechten und eine auf der linken Seite.

Während sich links Informationen über eigene Aktivitäten, Abos und News finden, können rechts Channel-Seiten anderer YouTuber empfohlen werden. Außerdem gibt es in der rechten Spalte noch das Widget „Ähnliche Kanäle“ – darin schlägt YouTube dem Besucher des jeweiligen Kanals andere (ähnliche) Channels vor.

 

Alles in allem wirken die Kanäle, die das neue Layout bereits verwenden, deutlich strukturierter und aufgeräumter als früher. Aber irgendwie auch langweiliger – schließlich waren es gerade die verschiedenen Hintergrundbilder, die jedem Channel eine persönliche Note verliehen und ihn somit von anderen abgehoben haben. Durch das neue Layout, das stark an Google Plus erinnert, wirken sie alle ungewohnt gleich.

Für Unternehmenskanäle ist das zwar durchaus als Vorteil zu betrachten, da man weniger Zeit und Arbeit in das Gestalten des Channels investieren muss. Einige private YouTuber fühlen sich dadurch allerdings enorm in ihrer Kreativität eingeschränkt.

Einen weiteren Punkt, über den nicht jeder User erfreut ist, bildet das Widget „Ähnliche Kanäle“. Vor allem aus wirtschaftlicher Sicht scheint es eher einen negativen denn positiven Effekt mit sich zu bringen. Welches Unternehmen will schließlich auf seinem eigenen Channel für den der Konkurrenz werben?

Neben den kostenpflichtigen Kanälen, die YouTube vor kurzem eingeführt hat, hat also auch das neue Layout definitiv nicht nur Befürworter. Ganz im Gegenteil: Es läuft sogar eine Petition dagegen. Gestartet von einem User, der sich selbst „Sad YouTuber“ nennt, hat sie mittlerweile schon 17.026 Anhänger gefunden (Stand: 22. Mai; 11.15 Uhr). Eine Antwort von YouTube bleibt abzuwarten…

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