Die Zukunft der Bücher ist doch DIGITAL

Haben Sie schon ein Buch elektronisch gelesen? Ich ja. Auf dem iPad zwei. Kurz: Es war anders – aber auch toll.

Erst an wenigen Apps erkennt man, wie man die Technik und das geschriebene Wort miteinander verknüpfen kann. Ich behaupte, dass es noch ein wenig dauern wird, bis die Verlage kapiert haben, wie man den Inhalt so aufbaut, dass der Konsument ihn auch wirklich nutzt. Das Problem: Die Verlage haben keine Möglichkeit klassisch vorzugehen und einfach eine Kundenbefragung durchzuführen. Der Kunde hat nämlich selbst keine Ahnung. Was bei Kundenbefragungen herauskommt, sehen wir an bisherigen Apps, die die Nutzer zwar erst „ganz toll“ fanden, dann aber doch nicht wirklich genutzt haben. Viel Video-Einbindung und Audio auch noch – schön bunt. Möglich alles nutzen, was das Tablet technisch hergibt.

Ich bin lesetechnisch eher ein „Heavy-User“. Gebe aber zu, dass bis auf die App des HSV (Mein Fußball-Lieblingsverein) noch keine App geschafft hat, dass ich regelmässig auf ihr konsumiere. Hier bekomme ich nur Infos die mich interessieren und die App zwingt mich nicht Videos zu konsumieren, sondern ich habe die freie Wahl. Dabei muss ich immer für MEHR klicken und nie für weniger. Sprich: Der Text wird automatisch angeboten; ein Video finde ich hinter einem dezenten aber dennoch klar kommunizierten Play-Button. Die Usability ist einfach gegeben und das Design schick und „webbig“ 😉 – ohne das Design des Printproduktes (Stadionheft) zu verlassen.

 

Über Content ist King brauchen wir wirklich nicht mehr reden. Das ist eine Selbstverständlichkeit!

Ich denke, dass die Verlage die Leser in ein Konstrukt zwängen müssen, dass sie an ein Produkt bindet. Sie müssen die Apps so entwickeln, dass der Nutzer gefesselt seine News regelrecht absorbiert. Ich glaube hierbei vor allen an „Interessen“. Die Nachrichtenportale versuchen heute noch alle Themenbereiche in ein digitales Magazin zu zwängen. Allerdings zählt im Internet eben oft, dass „ein Klick zu viel“ bereits „zu viel Klickerei“ für den Erfolg des Produktes bedeuten kann. Klartext: Eine App POLITIK macht klar, dass ich hier kein Sport bekomme und umgekehrt. Ich möchte heute bereits wetten, dass die erfolgreichen APPS der Zukunft genau so aussehen. Dabei ist es dem User egal, ob Focus, Spiegel und sonst wer dahinter steht, wenn der Content stimmt.

Einen einfachen Weg Informationen zumindest für die Apple-Produkte aufzubereiten, gibt es nun auch im App-Store (Danke an Marco Ripanti für den Tip). Der iBooks-Author zeigt bereits heute wie der Content für Morgen aufbereitet wird. 2012 steht wie kein Jahr zuvor unter dem Slogan „Content is King!“. Ich freue mich auf jeden Fall und viele, neue Inhalte.

 

 

 

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2 Kommentare

  1. Hätte Ford damals die Leute gefragt, welches Gefährt sie gerne hätten, hätten sie sich für Kutschen entschieden.
    So ist es auch mit den Verlagen. Die können gar nicht über den Tellerrand (Alex, du erlaubst mir doch den Begriff?) hinausschauen. Und würden die ihre Kunden fragen, auf welche Art sie Informationen künftig konsumieren möchten, dann würde diese ganz bestimmt als Antwort Papier und Buch angeben.
    Erst Steve Jobs hat aufgezeigt, dass man auf einem Gerät wie dem iPad einen Mehrwert bekommen kann, wenn man Informationen konsumiert. Multimedial, interaktiv und aktuell. Als das Gerät herauskam, sagten viele sogenannte Experten, dass dafür kein Bedarf bestehe.
    http://www.wifimaku.com verfolgt ein ähnliches Ziel: Der Content ist King und wird in diversen Formaten wie iPad App, e-Book (ePub-Format) und PDF, aber auch in gedruckter Form zur Verfügung gestellt. Es ist die Umkehrung dessen, was die Verlage machen. Die machen Print first und evtl. weniges stellen sie online. Wifimaku ist Online first und dann folgen die digitalen Formate. Print steht ganz am Schluss und erst dann, wenn es überhaupt gefordert wird.

    Jörg Eugster @ wifimaku.com

  2. Ich finde Bücher lesen am Bildschirm auch total nervig. Allerdings glaube ich auch, dass ein gut aufbereiteter Inhalt hier ware Wunder bewirken kann. Gerade bei Fachthemen kann ich durch Visualisierung das Verständnis maximieren.
    Ein Grund doch ein iPad zu kaufen…

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