Friedrichstadtpalast Berlin produziert Shitstorm gegen PR Agentur und sich selbst! Einmalig. #Fail #Berlin

So etwas haben selbst wir noch nicht erlebt. Vielleicht von Privatleuten, allerdings noch nie von Unternehmen oder gar einer Marke wie dem Friedrichstadtpalast.

Im berühmten Kulturpalast meldete sich eine PR Agentur aus Berlin, die seit Jahren u.a. auf Kulturbetriebe spezialisiert ist.

Mail an Dr. Schmidt - Friedrichstadtpalast
Mail an Dr. Schmidt – Friedrichstadtpalast

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Angebot war sicherlich etwas unglücklich formuliert,

aber lest selbst:
AUSZUG aus der Original Veröffentlichung des Friedrichstadtpalast vom 13.06.2014
Ihr seid das Grauen!

 

Nachstehende E-Mail erreichte heute unseren Intendanten, um (man höre und staune) den Palast als neuen PR-Kunden zu gewinnen.

Die Berliner Markenagentur Stan Hema bezeichnet darin den Palast als einen Ort, wo „man nicht gesehen werden will, weil das Publikum ein Grauen ist.“

Aber lest selbst:

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Von: StepXXXXXXXXXcom] Gesendet: Freitag, 13. Juni 2014 15:20
An: Dr. Berndt Schmidt | Friedrichstadt-Palast
Betreff: Glückwunsch!

Lieber Berndt Schmidt,

vor einigen Tagen schreibt mir mein Büroleiter diese Mail:

„Habe gerade mit PR-Uta über den Friedrichstadtpalast geplaudert. Sie war gestern nämlich dort. Und wir waren uns einig, dass man dort nicht gesehen werden will, weil das Publikum ein Grauen ist. Tatsache ist hingegen, dass die Show selbst klasse ist – und auch wirklich sexy. Sprich: Der Palast könnte sich eine ganz andere Zielgruppe erschließen, wenn er denn wollte. Das wäre eine interessante Aufgabe für uns!“

Danach habe ich angefangen über Sie und den Palast zu lesen und bin zu dem Schluss gekommen, dass Sie unsere Hilfe nicht brauchen, weil Ihre Zahlen hervorragend sind. Glückwunsch! Jetzt schreibe ich Ihnen dennoch, weil Sie vielleicht doch an der Marke Friedrichstadtpalast arbeiten wollen. Und weil Sie vielleicht doch andere Zielgruppen erreichen wollen. Weil Sie vielleicht Fragen haben, die Sie mit uns lösen können.

Nachdem wir in den letzten Jahren seit der Gründung von Stan Hema viel Erfahrung im Berliner Kulturbetrieb sammeln durften – Staatliche Museen, Deutsche Oper, Berlinale etc. – wäre der Friedrichstadtpalast eine wirklich tolle Herausforderung.

Wollen wir uns mal treffen uns schauen, ob es was zu tun gibt?
Ich freu mich, wenn Sie sich melden.

Herzliche Grüsse
SK

www.stanhema.com

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Wenn Ihr Frau Kurz, ihrem Büroleiter oder „PR-Uta“ mitteilen möchtet, was Ihr davon haltet, dass sie Euch pauschal so bewerten, dann nutzt doch die Pinnwand- oder Bewertungsfunktion ihrer Facebbok-Seite unterStan Hema GmbH, Agentur für Markenentwicklung.

 Wir können nur sagen: Wir schätzen, mögen, lieben, respektieren jede Besucherin, jeden Besucher. Wir haben über eine halbe Million Gäste im Jahr. Aus allen sozialen Schichten und allen Ecken dieser Welt. Da sind die alleinerziehende Mutter mit ihrer Tochter, Frau und Herr Obernormalo, das schwule Großstadtpaar, wo er ihm im Palast den Heiratsantrag macht, der 73-jährige Herr aus der Oberpfalz, der mit dem Bus anreist, die Verkäuferin aus dem KaDeWe, Unternehmer*innen, Exzellenzen fast aller Berliner Botschaften, Thomas und Elke aus München, Politiker*innen aus dem Abgeordnetenhaus zu Berlin und dem Deutschen Bundestag, Sabine und Katrin aus Dresden, Rollstuhlfahrer*innen, Norddeutsche, Süddeutsche, Westdeutsche, Ostdeutsche, holländische Schulklassen, Dänen, Russen, Ukrainer, Amerikaner und weitere 480.000 coole, nicht so coole, junge, mittelalte und ältere Gäste (Durchschnittsalter 38,9 Jahre).

Habt ein cooles Wochenende, Ihr Supporter und Supporterinnen, Freundinnen, Freunde und Gäste  Ohne Euch gäbe es uns nicht!

– – – – –

 

Wenn ich auch den Ärger über diese Werbemail der Agentur verstehen kann, halte ich den Weg der öffentlichen Anprangerung selbst für eine Katastrophe. Das Herr Dr. Schmidt sich beleidigt fühlt ist nachvollziehbar. Aber darf man deshalb zu einer öffentlichen Anprangerung aufrufen? Das ist mindestens genauso schändlich wie die dämliche Email der Agentur. Nun, wo dieser Schriftverkehr öffentlich ist, gibt es nur Verlierer.

Was meint Ihr?

 

 

Hier der Link zum Original Posting auf Facebook vom Friedrichstadtpalast:

LINK ZU FACEBOOK

 

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4 Kommentare

  1. Sehr interessante Beiträge habe Sie auf Ihrer Webseite. Werde mich am WE mal weiter reinlesen…
    Das mit der PR Agentur ist der Gipfel der Frechheit. So sollte man nicht mit Unternehmen umgehen, die man als Kunden gewinnen will. Ich vermute, es ist eine ausgebuffte Strategie – mit Großschnäutzigkeit und Arroganz zu neuen Kunden. In PR geht es schließlich darum aufzufallen und sich von der grauen Masse abzuheben. Dennoch sollten auch hier gewissen Grenzen nicht überschritten werden.

  2. Tja so kann es laufen.

    Da wollte eine Agentur nur ein Angebot unterbreiten, um ein Geschäft zu machen und der Agenturchef wollte das ein wenig lässig formulieren, um aufzufallen und auch gelesen zu werden und hat sich nicht nur im Ton vergriffen.

    Der Agenturchef hat 500.000 Besucher des Friedrichstadtpalasts pauschal beleidigt. Das war sehr dumm und ist unverantwortlich.
    Der Agenturchef hat in einer Ausformung von Arroganz sich über diese 500.000 Besucher gestellt, er wollte sich groß machen und prächtig machen und hat nun doch als kleinster aller kleinen Geister geendet. Wie hat Joan Baez einmal gesagt: „Wir machen uns klein, wenn wir krampfhaft versuchen, groß zu sein.“

    Warum hat der Friedrichstadtpalast diese Geschäfts Email denn publiziert? Auch das erscheint mir als sehr unverständlich. Der Fluch der Social Media Aktivitäten? „Man muss ja immer was neues haben“.

    Was der Agenturchef aber vergessen hat, war das allerwichtigste, nämlich, wenn der Friedrichstadtpalast, ihn und seine Agentur hätte betrauen wollen, dann hätten sein Honorar, die „dummen“ Gäste des Friedrichstadtpalasts bezahlt.

    Daher? Lasst uns Gras darüber wachsen lassen. Und diese Agentur sollte schleunigst ihre Firmierung ändern. Der Name ist verbraucht und verbrannt.

  3. Ich finde die Veröffentlichung und das kindliche Verhalten des Kultur-Doktors genauso bescheuert wie die Akquisemail. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Agentur das überlebt, oder? Das war immerhin eine Email die als Adressaten nicht die Öffentlichkeit hatte. Und der Kulturdoktor vernichtet damit Arbeitsplätze, evtl sogar Existenzen, nur weil er sich beleidigt sieht (was er auf dem Rücken seiner Kunden austrägt, obwohl die gar nicht adressiert waren).

  4. Unfassbar was sich diese Agentur erlaubt. Ich bin fassungslos!!! Wie kann man sich nur so einen Fauxpas erlauben. Würde sich so etwas jemand in unserer Agentur pool91 erlauben, hätte er oder sie mit extremen Konsequenzen zu rechnen…

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