Shitstorm: Radio ffn will 50.000 Euro von einem Non-Profit-Festival wegen Markenrechtsverletzung

Markenrechtsverletzungen passieren täglich und oftmals wissen die Nutzer gar nicht, dass Sie ein Markenrecht verletzen. Der bekannte Radiosender ffn aus Hannover geht dagegen strikt vor. Im Jahr 2008 wurde ein Theater abgemahnt. Jetzt trifft es einen Verein, der ein Non-Profit-Festival veranstaltet.

Rund 30 Euro kostet ein Ticket bei dem Freifeld-Festival aus Oldenburg. Der Verein unterstützt Musik und Kultur und macht keinen nennenswerten Gewinn, denn die Kosten eines solchen Festivals sind enorm. Einen Tag vor Beginn des Festivals, gab es jetzt eine Unterlassungserklärung in Höhe von 50.000 Euro seitens ffn. Ein Gespräch wurde vorher nicht gesucht.

Die beiden Logos im Vergleich:

Auf der Homepage des Festival-Vereins heißt es:

„Der Radiosender ffn ist so sehr davon überzeugt, dass unser Logo mit den zwei ff’s und der blauen Ecke seine Markenrechte verletzt, dass der Sender einen Rechtsanwalt mit einer Unterlassungserklärung beauftragt hat. Da der Streitwert von Seiten ffn auf 50.000 Euro festgelegt wurde, sehen wir uns gezwungen, unser Logo zu ändern und die Unterlassenserklärung modifiziert zu unterschreiben. Wir wollen das Freifeld Festival und seine Arbeit nicht durch einen kostspieligen Rechtsstreit mit einem Unternehmen gefährden, dass uns das Schreiben auch noch exakt einen Tag vor Festivalbeginn zustellt.“

Nachdem einige Nutzer sich auf der Facebook-Seite des Radiosenders beschwert haben, kam auch eine Reaktion. Eine Reaktion, die einen weiteren Shitstorm nur so provozierte und in der Tat nicht wirklich optimal war.

Facebook Reaktion ffn

Ist das Logo ähnlich und der Radiosender im Recht? Was meint ihr?

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6 Kommentare

    1. Da dürfte Facebook keine Chance haben, denn den Radiosender gibt es doch schon eine weile länger. Interessant wäre eher, warum selbiger Anwalt der für den Unfug verantwortlich ist, nicht auch Facebook bedrängt. Ich befürchte allerdings, dass er dazu bei weitem nicht genug Mumm hat, lieber immer ordentlich mit der Faust auf die, die sich nicht wehren können. Aber wollen wir mal abwarten ob sich das auszahlt. Mein persönliches Fazit: FFN = Feige und be(ver)rechnend.

  1. Also ich erkenne in dem Logo null Ähnlichkeit, sind doch Grundverschieden! Bin mir recht sicher wenn die Festivalveranstalter es auf eine Klage ankommen lassen würden, dass sie die Kiste gewinnen würden und ffn damit gegen die Wand laufen würden. Nichtmal die Schriftart des „f“s ist identisch – echt lächerlich was ffn da abzieht. Schade das Freifeld klein bei gegeben hat aus Angst vor hohen Kosten auf Grund des übertriebenen Streitwertes.

  2. Nun. Wenn man die ff-Schrift-Typo anschaut – gut dann ist es ein ff
    Aber nicht mal mit den Betreibern sprechen und auf harte Konfrontation gehen. Also ehrlich. Noch nie bei radio ffn von Gewaltfreier Kommunikation von Marshal Rosenberg gehört? Schade. Und klar, der Anwalt will verdienen. Beim Streitwert von 50.000 Euro ist ja sein Honorar bereits festgelegt und lohnt sich anscheinend für ihn.
    Bedauerlicherweise folgt radio ffn einem fortschreitenden Trend: Erst drohen, knallhart auftrete und mit Kanonen auf Spatzen schießen und dann mal schauen, welchen Scherbenhaufen man denn da aufgetürmt hat. Dabei hilft immer: Erst reden, dann Anwalt. Klar das findet der Anwalt nicht gut. Dafür in diesem Fall zigtausend andere Menschen.
    Also an die Verantwortlichten von Radio ffn mein Appell: Erst denken, dann miteinander sprechen und eine Lösung suchen – am besten ohne Anwalt! Eure Hörer – von denen es jetzt sicherlich etliche weniger gibt – würden es Euch danken!

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