Warum Frauen tatsächlich die besseren Führungskräfte sind

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Ein Blick in die Geschlechterverteilung der Führungsetagen vieler großer Unternehmen zeigt, dass Frauen dort immer noch deutlich unterrepräsentiert sind. An den Tischen, an denen die wirklich großen Entscheidungen getroffen werden, sitzen Männer und das fast ausschließlich. Dabei beweisen immer mehr Konzerne, dass es auch anders geht und wählen bewusst Frauen an die Führungsspitze. Ein Paradebeispiel für den kometenhaften Aufstieg einer Frau ist Annette Winkler. Die Wiesbadenerin erarbeitete sich ihren Weg von der Leitung eines Bauunternehmens, über die globale Kommunikationsabteilung bei Daimler, bis sie heute nun die Gesamtverantwortung für die Untermarke Smart inne hat. Außerdem hat sie laut Berichten der Wirtschaft Woche sehr gute Aussichten in den Vorstand von Daimler aufzusteigen. Wie gelang ihr diese unglaubliche Karriere?

Die Fähigkeit das „Wir-Gefühl“ zu verbreiten ist ein echter Erfolgsgarant 

Ihr großer Erfolgsgarant ist, dass ihr zugetraut wird das „Wir-Gefühl“ im Unternehmen zu verbreiten und ihr geschicktes Gespür für den Umgang mit Emotionen. Smart wirbt für Cleverness, Agilität und Lebensfreude – alles Eigenschaften, die man ohne weiteres auch Annette Winkler zuschreiben kann. Oftmals wird die Frau, die Smart aus den roten Zahlen half, als unglaublich ehrgeizig, energiegeladen und dynamisch beschrieben. Ihr Motto „Was ich mache, das mache ich richtig und mit echter Begeisterung“. Und diese Begeisterung will die Powerfrau auch auf Ihre Mitarbeiter übertragen. Bereits in ihrer ersten Führungsposition bei dem Familienunternehmen A. Winkler Sohn GmbH & Co KG wandte sie ihre gelebte Mitarbeiterführungs-Philosophie an. Alle Entscheidung sollten fair und transparent getroffen werden; den hohen Krankenstand bekämpfte sie nicht mit Druck und Entlassungen, sondern mit Mitarbeiter-Motivation. Betriebsinterne Feste, Prämien für hohe Anwesenheitsraten und Weiterbildungsmaßnahmen waren ihr genauso wichtig, wie die Mitbestimmungsrechte ihrer Mitarbeiter. Besonders am Herzen liegt ihr die offene Kommunikation mit ihren Mitarbeitern und die Wertschätzung jedes einzelnen.

Frauen ticken einfach anders als Männer

„Ich will, dass wir alle begeistert sind; dass wir dafür brennen, nicht nur Autos zu bauen, sondern auch unseren Kunden mehr Lebensqualität in der Stadt zu verschaffen und die Städte schöner zu machen“, so spricht Winkler über Ihre Arbeit bei Smart. Doch woher nimmt sie diese Einstellung? Warum ist sie nicht so extrem auf Umsatz, Gewinn und andere Kennziffern fokussiert, wie ihre männlichen Kollegen? Ein Teil der Erklärung ist simpel: Ihr Gehirn ist anders gestrickt, als das eines Mannes. Natürlich gibt es schier unendliche Einflussfaktoren, die den Arbeitsstil und die Art zu denken eines Menschen beeinflussen. Jedoch sind biologische Gegebenheiten, sprich der Aufbau des Gehirns, das Fundament jeder Persönlichkeit. Und zumindest was das Gehirn angeht, ist bewiesen, dass Frauen vollkommen anders „funktionieren“ als Männer.

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So weisen Frauengehirne einige interessante Besonderheiten auf: Das im Gehirn zuständige Areal für Sprache und Hören ist bei Frauen im Durchschnitt 11% größer und verfügt über mehr Neuronen, als der äquivalente Bereich im Gehirn eines Mannes. Was schließen wir daraus? Frauen sind dafür prädestiniert zu kommunizieren, einfach weil ihr Gehirn in den Bereiche, die eine effiziente Kommunikation ermöglichen, deutlich leistungsfähiger ist. Hinzu kommt, dass auch der Hippocampus, der Bereich im Gehirn, der unter anderem für Gefühle und Erinnerungen zuständig ist, sowie der präfrontale Cortex, der das „Sorgenzentrum“ des Gehirns ist, auch im Vergleich zu Männergehirnen relativ vergrößert ist.

Frauen sind immer bemüht die Gemeinschaft zu stärken

Das Denken von Frauen ist auf die Gemeinschaft ausgerichtet und versucht immer diese zu stärken. Die männlichen Denkstrukturen sind dahingegen anders. Da die Amygdala im männlichen Gehirn größer ist, haben Männer einen höhere Aktionsdrang bei der Verarbeitung von Warn- und Angstreizen, ebenso wie einen vermehrten Sexual- und Aggressionstrieb. Auf die Kultur eines Unternehmens angewandt bedeutet dies, dass Männer eher an der Abgrenzung zu anderen und am eigenen materiellen Profit interessiert sind, während es Frauen wichtig ist Profit gemeinschaftlich zu verteilen.
Alleine an diesen Aussagen lässt sich schon erkennen, warum Frauen die besseren Führungskräfte sind: Ihr Interesse am Zusammenhalt der Gemeinschaft sorgt dafür, dass Frauen tendenziell versuchen, fair zu handeln und die Interessen aller Beteiligten zu befriedigen. So erhöht sich der Zusammenhalt in der Gruppe und es wird gleichzeitig für motivierte und damit effizienter arbeitende Mitarbeiter gesorgt. Dies lässt sich unter dem Begriff soziale Hellhörigkeit zusammenfassen. Gerade deshalb sind Frauen wichtig in Führungsetagen, denn selbst wenn Männer die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter erkennen wollen, sie können es einfach nicht so gut wie Frauen. Denn auch der Hormonhaushalt von Frauen hat Auswirkungen auf die Arbeit ihres Gehirns. Östrogen ist für besonders ausgeprägte Gehirnschaltkreise in den Bereichen Empathie, Fürsorge und emotionale Intelligenz verantwortlich. Kurz gefasst: Frauen erkennen einfach leichter, was andere Menschen sich wünschen.

Nur zusammen können Frauen UND Männer perfekte Ergebnisse erreichen 

Doch trotz aller Vorteile müssen Frauen immer noch zwei gravierende Nachteile hinnehmen: In Deutschland verdienen Frauen im Durchschnitt 22 Prozent weniger als Männer und machen noch dazu deutlich seltener Karriere. Auf Vorstandstagungen sind Frauen so gut wie immer in der absoluten Unterzahl. Und das obwohl zahlreiche Studien, wie auch Einzelfälle belegen, dass „gemischte“ Vorstände deutlich bessere Ergebnisse erzielen. Wenn Männer und Frauen zusammen Führungsverantwortungen tragen, lassen sich erfahrungsgemäß die besten Ergebnisse erzielen. Schließlich verfügen Männergehirne nicht nur über einen ausgeprägten Aggressionstrieb sondern auch über ein hohes Verantwortungsbewusstsein, der Fähigkeit notwendige Entscheidungen zu treffen und der Einstellung immer alles zu können oder wenigstens zu versuchen. Mit diesen Eigenschaften könnten die meisten Frauen nicht glänzen. Im besten Fall ergänzen sich die Fähigkeiten von Männern und Frauen zu einem ausgewogenen Gesamtkonzept der Unternehmensführung.

Geschäftsleute reden in Pause miteinander

Doch kommen wir zurück zu der Unterpräsentation der Frauen in Führungspositionen: woher kommt die Diskrepanz in Sachen Bezahlung und Karrierechancen? Weibliche Arbeitnehmer sind doppelt benachteiligt: Einerseits durch die immer noch oftmals vorherrschende Rollenverteilung in der Familiengründungsphase, welche Frauen – so altertümlich das nun auch klingen mag – als Hausfrauen und Mütter vorsieht, wohingegen Männer den Ernährer der Familie spielen.

Doch warum sind Frauen immer noch unterrepräsentiert in Führungspositionen?

Leider ist diese Vorstellung immer noch weit verbreitet und verhindert, dass manch eine Frau ihre Karrierechancen nutzen kann. Andererseits ist die Arbeitswelt tendenziell immer noch in „Frauen- und Männerberufe“ aufgeteilt. Natürlich steht dies nirgendwo so geschrieben, jedoch lässt es sich Tag für Tag beobachten, dass Frauen eher in Sekretärspositionen oder im Dienstleistung-, Pflege-, und Erziehungssektor unterkommen. Alles Berufe, die traditionell schlechte Aufstiegschancen und Bezahlung bieten. Dabei könnte das ungenutzte Potential vieler Frauen der Wirtschaft einen großen Vorteil bringen. Frauen erkennen eher, was ihre Mitarbeiter und Kollegen wollen, können Entscheidungen fairer treffen und diese auch entsprechend kommunizieren. Grundlage hierfür sind die verhältnismäßig leistungsfähigeren Gehirnareale, die für Empathie, Fürsorge, Hören, Sprechen, Erinnerungen und Gefühle zuständig sind. Frauengehirne sind wie gemacht, um Gemeinschaft zu schaffen und zu erhalten und sorgen damit für top motivierte Mitarbeiter, die dann natürlich auch bereit sind, aktiv für das Unternehmen zu arbeiten.

 

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